Eine rechtschaffene Ehe
Eine rechtschaffene Ehe kommt mir vor wie ein schweres, inhaltreiches Buch, drin eine sehr reiche, sehr tiefe, sehr vielfältige Lebensweisheit steht, zwar für jedermann verfaßt, aber von wenigen wirklich gefaßt und begriffen.
Eine rechtschaffene Ehe kommt mir vor wie ein schweres, inhaltreiches Buch, drin eine sehr reiche, sehr tiefe, sehr vielfältige Lebensweisheit steht, zwar für jedermann verfaßt, aber von wenigen wirklich gefaßt und begriffen.
Eine Gemeinschaft ist nicht die Summe von Interessen, sondern die Summe an Hingabe.
Ich glaube, dass kein Mann jemals ein rechtes Leben gelebt hat, der nicht durch die Liebe einer Frau gebessert, durch ihren Mut gestärkt und durch die Weisheit ihres Herzens geführt worden ist.
Weise halten das Süße sowie das Saure des Ehestands geheim.
Gut gehauene Steine schließen sich ohne Mörtel aneinander.
Wenn es dem Weisen zu wohl ist, heiratet er.
Heirate! Entweder du wirst glücklich oder weise.
Gegensätze soll man nicht auszugleichen versuchen, sondern produktiv nutzen.
Klein ist das Eichhörnchen,
aber es ist kein Sklave des Elefanten.
Sieh in der Welt dich um und lerne an anderer Weisheit;
aber im innersten Kern bleibe dir selber getreu.
Auch ein alter Büffel hat schöne Hörner.
Was dem Schwarm nicht nützt,
das nützt auch der einzelnen Biene nicht.
Jeder Aufstieg in große Höhen
geschieht auf einer Wendeltreppe.
In einem wankenden Schiff fällt um,
wer stillesteht, nicht wer sich bewegt.
Siege, aber triumphiere nicht.
Man sei lieber als Weiser geehrt,
als wegen seiner Schlauheit gefürchtet.
Wer seine Vorhaben durchsetzt, wird nie an Ansehen verlieren.
Wenn du weise bist, lebe wie du kannst, wenn du nicht so leben kannst, wie du willst.
Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen.
Es gibt nur ein Zeichen für Weisheit: gute Laune, die anhält.
Es mag sein, dass wir durch das Wissen anderer gelehrter werden. Weiser werden wir nur durch uns selbst.
Versuchen wir uns doch einmal entschieden auf die Seite des Positiven zu stellen, in jeder Sache.
Tadle nichts Menschliches!
Alles ist gut, nur nicht überall, nur nicht immer, nur nicht für alle.
Das Ziel muss man früher kennen als die Bahn.
Man muss seine Ideen verwirklichen, sonst wuchert Unkraut darüber.
Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben, sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
Junge Leute leiden weniger unter eigenen Fehlern als unter der Weisheit der Alten.
Den idealen Gatten gibt es nicht.
Der ideale Gatte bleibt ledig.
Nicht Wünschelruten, nicht Alraune,
die beste Zauberei liegt in der guten Laune.
Als Wegzehrung von Jugend bis Alter lass dir die Weisheit dienen, denn diese ist sicherer als aller andere Besitz.
Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt!
Die Jugend ist die Zeit, Weisheit zu lernen. Das Alter ist die Zeit, sie auszuüben.
Es wär nicht die Mühe wert, siebzig Jahre alt zu werden, wenn alle Weisheit der Welt Torheit wäre vor Gott.
Weise ist der Mensch, der nicht den Dingen nachtrauert, die er nicht besitzt, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.
Zunehmen an Alter, Weisheit und Gnade.
Nicht durch Alter, sondern durch Fähigkeiten erreicht man Weisheit.
Nicht jeder, der einen Bart trägt, ist auch Prophet.
Wer aufhört, besser zu werden, hört auf, gut zu sein.
Allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen.
Alles Gescheite ist schon gedacht worden; man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.
Die Weisheit jeder Entscheidung kann berechnet werden, in dem man die Wahrscheinlichkeit, mit der man durch die Entscheidung das erreichen kann, was man will, mit dem Nutzen, der sich aus der Entscheidung ergibt, multipliziert.
Man muss lernen, sich mit dem Leben abzufinden, um es ertragen zu können, und sich nicht von ihm erschlagen zu lassen.
Verstehen kann man das Leben rückwärts; leben muss man es aber vorwärts.
Nur die Oberflächlichen kennen sich selbst.
Wer die Welt bewegen will, sollte sich erst einmal selbst bewegen.
Keine Tätigkeit kann von Dauer sein, wenn sie nicht im persönlichen Interesse wurzelt.
Wer etwas ist, hat alle gegen sich, die etwas werden wollen.
Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.
Man soll schweigen - oder Dinge sagen, die noch besser sind als Schweigen.
Hab und Gut liebt stärker, wer es sich erarbeitet, als wer es geerbt hat.
Es naht dein Volk mit Sang und Blütenzier,
Den Kranz des Dankes an dein Bild zu lehnen;
Den Weltenbürger feiern sie in dir,
Und preisen dich als Heiden und Hellenen.
Doch wie sich Weisheit auch der Kraft gepaart,
Ich spür's aus deinem Werk, aus Lieb' und Hadern:
Du warst ein Franke, fränkisch deine Art,
Und muntres Frankenblut in deinen Adern.
Und wenn die andern nur den Halbgott sehn,
Der über uns in Wolken hingeschritten,
Ich weiß, es haben jene Taunushöhn
Jung-Wolfgangs Traum und Himmel einst geschnitten.
Ich hab' von dir, an dem die Seele hing,
Die liebe Heimat neugeschenkt empfangen;
Den Weg, den Faust am Ostersonntag ging,
Bin ich - wie oft! - mit heißem Dank gegangen.
Es sprach zu mir der eisbefreite Strom;
Ich bin in Marthens Gärtchen eingetreten;
Und in dem kleinen Gäßchen hinterm Dom
Sah ich das Gretchen in der Nische beten ...
Ich ward nicht größer drum, du wirst nicht klein;
Mich dünkt, es spricht vertraut das Kind zum Kinde,
Wenn ich's wie lieben Taunusgruß vom Main
In deines Lebens goldnen Büchern finde.
Wie Heimatglocken bebt's mir übers Land,
Dichtung und Wahrheit, fühl' ich's selbst im Lesen,
Dann hab' ich dich, dann hab' ich deine Hand,
Dann führst du mich, wo ich so gern gewesen ...
Ich weiß, ich weiß, sie häufen Blatt auf Blatt
Und haben Spiegel deinem Bild geschliffen -
Wess' Herz geliebt die alte Kaiserstadt
Als Kind, wie du, hat dich erst ganz begriffen.
Und standst du wachsend auch am Fürstenthron,
Hat Gunst der Fremde Glanz und Macht geliehen,
Du bliebst im Geist doch der Patriziersohn,
Der in der freien, fränk'schen Stadt gediehen.
Und wie der Berg, aus dessen Felsenschoß
Die Quelle sprang, um Länder zu erquicken,
Dem Strome nachschaut, der so stolz und groß
Die Maste trägt auf seinem breiten Rücken,
So schaut der Größe deines Menschentums
Die Mainstadt nach, die nimmer dich verloren,
Und schrieb mit Mutterstolz ins Buch des Ruhms,
Daß sie den Wolfgang Goethe hat geboren!
Solang noch Klang die deutsche Zunge hat,
Solang auf Flügeln rauscht noch der Gedanke,
Sei unser Stolz das Wort: die Vaterstadt
Teil' ich mit ihm. Respekt, ich bin ein Franke!
Dein leuchtend Bild soll uns im Herzen stehn,
Soll uns vollendet fränk'sche Art bezeugen:
Der Wahrheit fröhlich in die Augen sehn
Und uns in Demut vor der Schönheit beugen!
Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück; es kommt nicht darauf an, wie lange es ist, sondern wie bunt.
Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt.
Man sieht oft etwas hundertmal, tausendmal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.
Alles was wir tun, wird ein Teil von uns.
Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit.
Was hinter uns und vor uns liegt, ist beides nichts verglichen mit dem, was in uns liegt.
Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Gehst du mit guten Leuten um, wirst auch du gut werden.
Ein jeder ist soviel wert, als die Dinge wert sind,
um die es ihm ernst ist.
Der Wege, sich zu bereichern, sind viele.
Sparsamkeit ist einer der besten.
Nichts bessers kann der Mensch hienieden tun, als treten
Aus sich und aus der Welt und auf zum Himmel beten.
Es sollen ein Gebet die Worte nicht allein,
Es sollen ein Gebet auch die Gedanken sein.
Es sollen ein Gebet die Werke werden auch,
Damit das Leben ein aufgeh’ in einem Hauch.
Der größte Lehrer kann dich nicht umgestalten,
er kann dich befrei'n: du musst dich entfalten!
Ich fürchte, unsere allzu sorgfältige Erziehung liefert uns nur Zwergobst.
Wir irren alle. Aber jeder auf einem anderen Gebiet.
Wenn man die Menschen lehrt, wie sie denken sollen, und nicht, was sie denken sollen, so wird auch dem Mißverständnis vorgebeugt.
Der Duft eines Pfannkuchen, bindet mehr ans Leben, als alle philosophischen Argumente.
Ein edles Herz verleugnet seine Gesinnung nicht; es ist ihm recht, wenn man ihm bis ins Innere sieht.
Jede Schöpfung ist ein Wagnis.
Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
Das Ich ist die Spitze eines Kegels, dessen Boden das All ist.
Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.
Wer ein WOFÜR im Leben hat, der kann fast jedes WIE ertragen.
Derjenige, der fliegen lernen will, muss erst mal lernen,
auf beiden Beinen zu stehen. Man kann nicht mit dem Fliegen anfangen.
Ein Charakter ist ein vollständig gebildeter Wille.
Ideale sind wie Sterne: Man kann sie zwar nicht erreichen, aber man kann sich sehr wohl an ihnen orientieren.
Die letzte Schlussfolgerung der Vernunft ist, dass sie einsieht, dass es eine Unzahl von Dingen gibt, die ihr Fassungsvermögen übersteigen. Sie ist nur schwach, wenn sie nicht zu dieser Einsicht gelangt.
Die Weisheit führt uns zur Kindheit zurück.
Schafft die Tränen der Kinder ab! Das lange Regnen in den Blüten ist so schädlich!
Kinder und Uhren dürfen nicht beständig aufgezogen werden, man muss sie auch gehen lassen.
An den Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird.
Auch der erste Schritt gehört zum Weg.
Je mehr wir in uns aufnehmen, um so größer wird unser geistiges Fassungsvermögen.
Gute Erziehung hat einen schrecklichen Nachteil: Sie schließt einen von vielem aus.
Nimm dir Zeit zum Arbeiten -
es ist der Preis des Erfolges.
Nimm dir Zeit zum Denken -
es ist die Quelle der Kraft.
Nimm die Zeit zum Spielen -
es ist das Geheimnis ewiger Jugend.
Nimm dir Zeit zum Lesen -
es ist der Brunnen der Weisheit.
Nimm dir Zeit, freundlich zu sein -
es ist der Weg zum Glück.
Nimm dir Zeit zum Träumen -
es bringt dich den Sternen näher.
Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden -
es ist das Privileg der Götter.
Nimm dir Zeit, dich umzuschauen -
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.
Nimm dir Zeit zum Lachen -
es ist die Musik der Seele.
Sei, was du scheinen willst.
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
Gut sein heißt, mit sich selber im Einklang zu sein.
Es ist nicht wahr, dass die kürzeste Linie immer die gerade ist.
Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.
Setze dir ein Muster und Vorbild und lebe danach, sowohl wenn du allein bist, als wenn du unter die Leute kommst.
Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser.
Ausdauer - das ist die Hauptsache.
Den Glauben an dich selbst,
lass dir von niemandem rauben,
wenn du dir selbst nicht traust,
wird niemand an dich glauben.
Es sei dir allzeit rechter Ernst,
Was du auch tust, treibst, sinnest, lernst!
Die Halbheit taugt in keinem Stück,
Sie tritt noch hinters Nichts zurück.
Finde heraus, wo deine stärksten Wurzeln liegen, und verlange nicht nach anderen Welten.
Versuche nicht, ein erfolgreicher Mensch, sondern lieber, ein wertvoller Mensch zu werden.
Sage dir immer:
ich kann noch so einsam, an allen Orten glücklich sein;
denn glücklich ist, wer sich selbst ein glückliches Los bereitet, dies ist gute Gemütsstimmung, gute Neigungen, gute Handlungen.
Tust du etwas in der Überzeugung, dass es getan werden müsse, so scheue dich nicht, dabei gesehen zu werden, auch wenn die große Menge anders darüber denken sollte.
Leben ist aussuchen. Und man suche sich das aus, was einem erreichbar und adäquat ist, und an allem anderen gehe man vorüber.
In dem, worüber du einen anderen zurechtweisest,
sei selbst tadellos; denn das Beispiel ist weit wirksamer als die Lehre.
Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Haus zu sein. Aber das Verdienst gebührt den Vorfahren.
Für das, was einer ist, haben seine Vorfahren die Kosten bezahlt.
Je weniger einer braucht, desto mehr nähert er sich den Göttern, die gar nichts brauchen.
Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden.
Die Zweige geben Kunde von der Wurzel.
Blicke in dein Inneres!
Da drinnen ist eine Quelle des Guten, die niemals aufhört zu sprudeln.
Panta rhei.
Alles fließt.
Nur wenige Muscheln haben Perlen.
Was immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende.
Aller Anfang ist schwer. Höchstens das Aufhören ist manchmal noch schwerer.
Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.
Wie man beginnt, wird man auch aufhören.
Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament arbeiten.
Drum lebe mäßig, denke klug,
wer nichts gebraucht, der hat genug.
Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor du nimmst, und tausendmal, bevor du verlangst.
Wer mit Weisen umgeht, der wird weise.
Bereit sein ist alles.
Bescheidenheit ist der Zaun der Weisheit.
Hinzufallen ist keine Schande - aber nicht wieder aufzustehen. Man muss nur einmal mehr aufstehen, als man gefallen ist.
Geduld ist die Grundlage jeder Weisheit.
Ich glaube deine Weisheit nur, wenn sie dir aus dem Herzen, deine Güte nur, wenn sie dir aus dem Verstande kommt.
Sensus non aetas invenit sapientiam.
Verstand, nicht Alter lässt die Weisheit finden.
Mensch, was du tust, bedenke das End.
Das wird die größte Weisheit genennt.
Der Anfang aller Weisheit ist das Staunen.
Bei Kindern braucht man ein Gläschen voll Weisheit, ein Fass voll Klugheit und ein Meer voll Geduld.
Herr, welche Vielfalt hast du geschaffen! In deiner Weisheit hast du sie alle gemacht. Die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Nur der ist weise, der weiß, dass er es nicht ist.